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01.06.2021 - Endlich wieder unterwegs sein

Normalerweise hält das Jahr ein bis zwei Highlights bereit… Reisen! Noch besser mit dem Motorrad. Zeit zur Erholung unter dem Helm, auf der Maschine wunderbare Landschaften erfahren, und natürlich auch gutes Essen genießen. Seit vielen Jahren organisieren wir Reisen für Menschen, die es in die Ferne zieht, die fremde Kulturen lieben, die das Abenteuer suchen oder Abstand von ihrem Alltag brauchen. Dafür geben wir alles! Aber die letzten Monate waren turbulent: Grenzen wurden geschlossen, Flugpläne gestrichen, Quarantänen verordnet. Das hat uns viel Geduld abverlangt. Diese haben wir gern aufgebracht, damit wir als Gesellschaft gemeinsam das Virus eindämmen. Unsere Gesundheit ist ein hohes Gut. Das wissen wir als Motorradfahrer natürlich nur zu gut.

Seit einem Jahr ist alles anders. Ein kleiner Trip an die Nordsee, Tagesausflüge mit der Familie, der eine oder andere Verwandtenbesuch… das war es vielfach auch schon. Immer noch ist nicht alles möglich. Aber die allgemeine Stimmung wird optimistischer. Die Corona-Zahlen gehen vielerorts zurück und Reisen scheinen wieder in greifbarer Nähe zu sein. Dennoch hat Corona das Reisen verändert, noch ist vieles anders als vor der Pandemie. Wir sind selber ebenso Reiseenthusiasten wie Ihr und trauen vielfach den verlockenden Werbeversprechen vieler Reiseanbieter noch nicht so ganz. Zu häufig kam es in den letzten Monaten immer wieder zu erneuten Einschränkungen. Und selbst wenn man wieder verreisen darf – kann man sich überhaupt gut erholen, wenn man im Flugzeug und vor Ort Mundschutz tragen muss? Ist ein Essen im Restaurant am Strand ebenso schön, wenn es Abstandsregeln gibt? Das wollten wir genauer wissen und haben uns selber (endlich wieder) auf die Reise gemacht:

Unser kleiner Reisebericht:

Da nicht nur Corona sondern fast den gesamten Frühling über auch das Wetter das Motorradfahren in heimischen Regionen bis zuletzt noch erschwerten, haben wir uns 2 besondere Ziele ausgesucht: MADEIRA und TENERIFFA! Die zu Portugal gehörende Insel Madeira war fast das gesamte letzte Jahr über eine der ganz wenigen Regionen in Europa, die nicht als Risikogebiet eingestuft wurden. Und auch für Teneriffa auf den Kanaren galt im Winter und aktuell seit Anfang Mai wieder keine Reisewarnung. Auch wenn Madeira momentan wieder offiziell als Risikogebiet gilt, so sind Ein- und Ausreise problemlos möglich, und bei Rückkehr ist mittlerweile auch keine Quarantäne mehr erforderlich. Wie bei den meisten Ländern, die ihre Grenzen für internationale Gäste wieder geöffnet haben, muss man sich vorab lediglich auf einer Website registrieren. So etwas ist uns aber nicht neu, wir kennen ähnliche Registrierungen auch schon von Ländern wie USA oder Kanada. Tatsächlich neu, aber für die nächste Zeit unumgänglich, ist bei (Flug-)Reisen jedoch ein negativer PCR-Test, der Nachweis einer überstandenen Covid-Erkrankung oder eben ein vollständiger Impfschutz. Das zweifellos immer noch lästige (und uns hoffentlich nie zur Gewohnheit werdende) Tragen eines Mundschutzes während des Fluges ist in dem Moment vollkommen vergessen, als wir das Flughafengebäude verlassen. Traumhafte warme Temperaturen und zahllose Palmen empfangen uns bei Ankunft auf Madeira. Wir fühlen sofort, was uns die ganzen letzten Monate gefehlt hat und können es kaum erwarten, unsere Maschinen in Empfang zu nehmen. Aber erstmal geht es zum „Sentido Galo Resort“ in Caniço, welches auf halber Strecke zwischen Flughafen und der Hauptstadt Funchal liegt. Wir kennen dieses Hotel bereits von einer früheren Reise und waren da schon so begeistert von der Lage, der Ausstattung, der Qualität des Essens und der Freundlichkeit der Mitarbeiter, dass es für uns außer Frage stand, dem Hotel treu zu bleiben. Außerdem sind es von hier nur 200m zum Büro unseres Motorrad-Vermieters. Was will man mehr? Wir treffen unseren Vermietpartner Ekkehard am nächsten Morgen und nehmen unsere BMW F 800 GS im Empfang. Auch er hat natürlich stark unter den ausbleibenden Touristen zu leiden, kann aber zum Glück etwas kompensieren, indem er in seiner top-ausgestatteten Werkstatt Motorräder und Autos von den Inselbewohnern wartet. Er gibt uns noch einige Streckenempfehlungen mit auf dem Weg und schon geht es los. Alle Highlights unserer Touren der nun folgenden 3 Tage aufzulisten, würde hier den Rahmen sprengen. Dafür ist die Insel einfach zu vielfältig. Von kurvigen, aussichtsreichen Küstenstraßen, über einsame Hochebenen bis hin zum über 1.800m hohe Gebirge ist alles dabei. Leider müssen wir dem Garten Eden im Atlantik aber schon nach wenigen Tagen wieder Bye-Bye sagen, denn wir wollen ja noch weiter nach Teneriffa. Obwohl es sich quasi um Nachbarinseln handelt, sind die landschaftlichen Kontraste doch bemerkenswert. Die Einreise ist ähnlich simpel wie nach Madeira, der Transfer zu unserem Hotel in Los Cristianos dauert dafür etwas länger. Schließlich ist die Insel auch fast 3x so groß wie Madeira. Ralf von Custom Tours Canarias holt uns am nächsten Morgen direkt vom Hotel ab und übergibt uns wenig später unsere Harley. Was uns hier nun die nächsten 3 Tage an Motorradstrecken erwartet, verschlägt uns fast den Atem. Von der zugegebenermaßen öden Südwestküste geht es gleich (und auch die nächsten Tage immer wieder) in den Teide Nationalpark. Die Strecken um den höchsten Berg Spaniens herum erinnern uns landschaftlich immer wieder an den Westen der USA. Im Gegensatz zum kurvigeren Madeira können wir hier zwischendurch auch mal richtig Gas geben. In „normalen“ Zeiten wäre jetzt Hauptsaison auf den Kanaren. Davon merken wir trotz aufgehobener Reisewarnung nicht viel. Restaurants, Hotelpools, Strände (darunter auch der Postkartenstrand Playa de las Teresitas), Sehenswürdigkeiten und Straßen sind angenehm leer. Trotz der natürlich bitteren Gründe hierfür können wir nicht anders, als auch diese Vorteile zu sehen und zu genießen. Es ist lange her, dass wir uns nach den turbulenten letzten Monaten so wohl gefühlt haben.

Madeira

Teneriffa

Für uns war diese Reise in mehrfacher Sicht von besonderer Wichtigkeit. Nicht nur haben wir 2 tolle Inseln erstmals auf dem Motorrad kennenlernen dürfen, die Ihr ab sofort (Madeira) bzw. in naher Zukunft (Teneriffa) auch als neue Self-Drive Reiseziele in unserem Programm findet. Auch haben wir selber erfahren, dass Reisen in der aktuellen Situation bei weitem nicht so problematisch ist, wie es oftmals dargestellt wird. Sobald man sich vor Ort auf die Maschine setzt und warmer Fahrtwind das Gesicht streift, sind alle Sorgen vergessen. Uns hat die Reiselust in jedem Fall wieder gepackt. Und natürlich auch die Lust, mit Euch zusammen wieder neue Reisen zu planen. Wir möchten Euch hierzu einladen, Euch hier auf unserer rundum erneuerten Website inspirieren zu lassen. Neben vielen (teils neuen) Gruppenreisen und Enduro-Reisen, die sich insbesondere für die zweite Jahreshälfte immer größerer Nachfrage erfreuen, haben wir aber auch unser Self-Drive Programm für Individualisten deutlich ausgebaut, mit vielen neuen Zielen innerhalb Europas.

Wir freuen uns, wieder gemeinsam mit Euch zu starten!