Der Schwierigkeitsgrad einer Motorradreise ist nicht immer leicht zu definieren. Die körperliche Anstrengung kann sowohl durch die Beschaffenheit der Strecken (Kurven, Spitzkehren, schmale Straßen, Straßenbelag, Verkehr), durch die Länge der Reise (18-19 Fahrtage sind natürlich anstrengender als 4-5 Fahrtage), durch die Länge der Tagesetappen, aber auch durch die vor Ort vorherrschenden Temperaturen beeinflusst werden. Daher können wir bei unseren Reisen immer nur grobe Einteilungen vornehmen:
– Leicht: Straßentouren sind in den meisten Fällen, falls nicht anders angegeben, für jeden Motorradfahrer geeignet. Man sollte natürlich über eine gewisse Fahrpraxis und Kondition verfügen, wenn man über mehrere/viele Tage von morgens bis abends auf dem Sattel sitzt. Bei leichten Enduro-Reisen geht es in erster Linie auf befestigten, aber auch unbefestigten Straßen, die nicht immer asphaltiert, sondern oftmals nur geschottert sind. Dies ist für Wiedereinsteiger und Anfänger ohne Vorkenntnisse gleichermaßen geeignet ist, wobei ein vorheriges Offroad-Training natürlich nie schaden kann. Je routinierter man ist, desto mehr Spaß hat man beim Fahren.
– Mittel: Auf Straßentouren geht es hier schon etwas kurviger zu, und man sollte sich als Teilnehmer auf entsprechenden Strecken sicher fühlen. Auch die Dauer der Reise oder die Länge der Tagesetappen kann hier in die Beurteilung mit reinspielen. Bei Enduro-Reisen sollten in jedem Fall schon Vorkenntnisse vorhanden sein. Für Anfänger sind diese Touren nicht geeignet.
– Schwer: Straßentouren mit einem hohen Anteilteil an Spitzkehren, mit teilweise schlechtem Straßenbelag, mit mitunter recht langen Tagesetappen und insgesamt langer Reisedauer. Nur für geübte Fahrer. Schwere Enduro-Reisen sind ebenfalls nur für sehr geübte Fahrer geeignet und haben mitunter schon einen Expeditionscharakter.